Tipps für Betroffene: Pickeln, Pusteln, Schuppenflechte oder Flecken. Menschen mit sichtbaren Hautleiden stoßen oft auf Ablehnung und Angst

Hauterkrankungen: Wege aus dem Stigma / Menschen mit sichtbaren Hautleiden stoßen oft auf Ablehnung und Angst. So gelingt es, damit umzugehen

Pickeln, Pusteln, Schuppenflechte oder Flecken: Wer mit einer sichtbaren Erkrankung der Haut lebt, erfährt oft Ablehnung – und zwar durch das soziale Umfeld, aber sogar durch sich selbst. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ gibt Tipps für Betroffene.

So hat eine Forschungsgruppe von Dr. Rachel Sommer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf untersucht, wie die deutsche Bevölkerung zu chronischen Hauterkrankungen steht. Die Ergebnisse? Besorgniserregend. Mehr als die Hälfte der Befragten wollte Menschen, die etwa an Psoriasis leiden, nicht die Hand geben. Ähnlich viele dachten, dass sich Menschen mit Schuppenflechte besser pflegen müssten. Es stellte sich heraus, dass viele in Bezug auf chronische Hauterkrankungen falsch informiert waren.

Aufklärung leisten Seminare für angehende Medizinerinnen und Mediziner, um sie für den Umgang zu sensibilisieren, aber auch Fortbildungen für Lehrende, um das Thema in ihren Klassen zu besprechen. Neben der Stigmatisierung durch das Umfeld gibt es aber auch Selbststigmatisierung. Betroffene ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück, verbergen und kaschieren ihre kranken Hautpartien. Die Folge: Angststörungen und depressive Symptome.

Doch es gibt Hoffnung: Dr. Rachel Sommer arbeitet mit ihrer Forschungsgruppe an einer psychologischen Online-Intervention für Menschen mit sichtbaren chronischen Hauterkrankungen. Bereits in etwa einem Jahr könnte diese Betroffenen zur Verfügung stehen.

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Quelle: Katharina Neff-Neudert, PR-Manager / Apotheken Umschau
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